4 Stunden

… sind mir definitiv zu wenig Schlaf. Besonders wenn man den Tag darauf konzentriert an etwas arbeiten möchte, ist das relativ hoffnungslos und zum Scheitern verurteilt. Sogar für diesen Dreizeiler hier hab ich mehrmals ansetzten müssen.

Kurz zusammengefasst; bei der lieben Barbara haben gegen ein Uhr morgens die Wehen eingesetzt und somit kamen meine bessere Hälfte und ich zum Zug: Wir waren im eintretenden Szenario für die Nachtwache der zweijährige Tochter vorgesehen – die Entfernung von zwei Stockwerken machte uns zu den „nächsten Verwandten“ ;)
Ich für meinen Teil war wohl nervöser als Mutter und Vater zusammen, so dass ich recht lange keinen Schlaf gefunden hab und hinter jedem Geräusch eine aufwachende Kleine befürchtet hab, die traumatisiert die ganze Nacht durchheult, weil Mama und Papa nicht da sind.
Ging aber alles gut, gegen 6 kam die Nachricht „Mutter und Tochter wohlauf“, etwas später dann die Wachablöse durch die Tagschicht. Schließlich ist die Kleine dann auch aufgewacht und hat ohne Tränen und sehr tapfer verstanden, dass Mama und Papa im Krankenhaus sind, weil sie ein kleines Schwesterlein bekommen hat.

Und jetzt sitze ich im Büro, sollte eine Produkteinführung planen; bin aber Hundemüde, kann keinen klaren Gedanken fassen und hab keine 2% von dem erledigt was hätte sein sollen.
Aber es ist mir recht egal. Ich sitze mit einem breiten Grinsen da und hab das Gefühl etwas weit wichtigeres geleistet zu haben, als eine erfolgreiche Produkteinführung.

3 Reaktionen zu “4 Stunden”

  1. Fime

    Hehe Kinderhüten. Zum Glück wohnen in meinem Haus nur alte Leute und Singles. Zudem tut die Anonymität der „Grossstadt“ ihr weiteres. Du hattest, wenn ich das richtig verstehe, also keinen eigentlichen Einsatz sondern nur Piquet?

  2. Janocjapun

    Also bei „Piquet“ konnte mir weder Leo, Wikipedia noch Google so weiterhelfen, als dass ich das Gefühl habe wirklich verstanden zu haben was du meinst … :)

    Nun, wir hatten gemeinsam mit der Tagschicht – eine der Schwestern des frisch gebackenen Vaters; also der zu bewachenden Zielperson Tante – die Aufgaben das Kind über den Verbleib der Eltern zu informieren (check, sogar ohne Tränenvergießen), die Windel zu wechseln (check, Medal of Honor an die Tante), Kakao zu machen (check) und Frühstücksbrot mit Marmelade zu verfüttern (check). Also von daher würde ich es als „erfolgreicher Einsatz“ werten.

  3. Fime

    Piquet ist die Schweizer Bezeichnung für Bereitschaft. Man sitzt mit dem Pieper oä zuhause und würde im Ernstfall zum Einsatz kommen. Die hier umschriebene Situation deutet aber auf einen Einsatz hin und nicht bloss auf das Hüten während der nacht. Dann kannst du getrost stolz auf dich sein. Wobei die Windel die Krönung gewesen wäre :)

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